Was steckt dahinter?

Veröffentlicht von Mopi1967 am

Ab sofort ist die App “Covid-19-Radar“ für alle zugänglich. Mithilfe der App kann der Nutzer seinen Gesundheitszustand in Form von Ampelfarben auf einer Karte eintragen und die gesammelten Eintragungen in seinem Umfeld als Heatmap sehen. Zusätzlich zeigt die Karte die kumulierten Infektionszahlen des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsämter. Die Meldung ist freiwillig.

Je mehr mitmachen, desto aussagekräftigere Erkenntnisse können gewonnen werden. Wichtig für die Initiatoren ist dabei die Tatsache, daß „keine Überwachung“ erfolgt. Hinter der App stehen Leute, die frei von politischer und wirtschaftlicher Bindung sind und pro bono entwickeln – ein wichtiger Punkt für das Vertrauen der Nutzer. Die App ist 100% Non-Profit.

Mit „aktiven“ Teilnehmern wird die App ein Instrument, das Tranparenz schafft. Wo in meiner Stadt kann ich mich im „grünen“ Bereich bewegen und wo gibt es vielleicht mehr Leute in Quarantäne und ich schränke mich weiterhin ein. Dies funktioniert nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Was versprechen wir uns davon?

Wir gehen davon aus, dass ab einer großen Zahl „n“ verlässliche Aussagen darüber getroffen werden können, wo es Gebiete gibt mit einer höheren Infektionsrate und Gebiete mit einer niedrigeren Infektionsrate. „n“ sollte dabei idealerweise eine Größe von ca. 60% der Bevölkerung eines Landes annehmen.

Mit dieser Erkenntnis und weiteren Erkenntnisse die aus anderen Analysen kommen, wäre es Entscheidungsträger möglich Gebiete zu erkennen, wo der derzeitige Shut-Down schrittweise zurückgenommen werden kann.

Würden die Nutzer nicht nur einmal, sondern wiederholt „täglich“ oder „mehrmals“ am Tag Ihren Status mitteilen, dann müsste sich unsere Meinung nach eine interaktive Karte erzeugen, welche „Schwarmverhalten“ in Echtzeit aufweist. Sozusagen ein lebender Schwarm an „grünen“, „gelben“ und „roten“ Flächen, der sich ständig am Verändern ist.

Bei einer großen Zahl „n“ würden auch Falscheingaben und Fehleingaben statistisch untergehen. Immer nur der „letzte“ Eintrag zählt.

Kategorien: Einführung